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veröffentlicht am 01.08.2012

Wer übernimmt die Praxisgebühren bei einem Sportunfall?

Wie man anlässlich der Fußball-EM-Spiele wieder einmal gut beobachten konnte, liegen Verletzungen beim Sport an der Tagesordnung.
Während einer Fußball-Begegnung tritt der Gegenspieler dem Links-Außen unabsichtlich von hin-ten ins Knie und schon bricht dieser zusammen.
Aufgrund der starken Schmerzen wird der Verletzte mit dem Krankenwagen zum nächsten Krankenhaus gebracht. Die Diagnose ist eindeutig. Ein hinterer Kreuzbandriss. Der Verletzte wird in den nächsten Tagen operiert, bekommt Krücken verschrieben und muss anschließend zur Physiotherapie. Mit der Zeit läuft einiges an Kosten auf. Anteilige Krankenhauskosten, Praxisgebühren, anteilige Kosten für die Physiotherapie, medizinische Hilfsmittel, Fahrtkosten etc. Seine gesetzliche Krankenversicherung zahlt zwar einiges, aber an manchen Kosten muss der Patient sich beteiligen oder sie sogar komplett selber tragen.
Der Verletzte erinnert sich, dass der Schriftwart mit ihm direkt nach dem Unfall eine Schadenmeldung für die Sportversicherung ausgefüllt hat. Irgendwo hat er noch eine Kopie. Und so wirft er alle Rechungen in einen Umschlag und schickt sie an die ARAG-Sportversicherung mit der Bitte um Ausgleich. Groß ist die Enttäuschung, als die Versicherung eine Beteiligung im Rahmen der Sport-Unfallversicherung ablehnt.
Bei den geltend gemachten Kosten handelt es sich um Ansprüche, die nicht Gegenstand der Unfallversicherung sind. Der Leistungsumfang der Unfallversicherung orientiert sich allein an den zwischen den Vertragspartnern vertraglich vereinbarten Leistungsarten. Darüber hinausgehende Ansprüche sind nicht versichert. Die ARAG Sportunfallversicherung beinhaltet z.B. die Todesfallleistung, die Invaliditätsleistung, Kosten für das Reha-Management u.a. In einigen Verträgen sind außerdem zwei Übergangsleistungen für schwer Verletzte, sowie Serviceleistungen mitversichert.
Welche Leistungen genau versichert sind, sind auf der Internetseite www.arag-sport.de hinterlegt.
Die Kosten für Krücken und Zuzahlung für die Physiotherapie sind jedoch Kosten, die in keinem der Landessportbünde vertraglich abgedeckt sind.
Der Verletzte erhält auch von seiner weiteren privaten Unfallversicherung einen ablehnenden Be-scheid aus denselben Gründen.
So muss der Sportler einfach akzeptieren, dass er diese nicht mitversicherten Kosten, auch wenn er für den Verein gespielt hat, selbst tragen muss, genau wie bei einer Erkrankung, die sich außerhalb des Sports ereignet hat.
Wenn es aber im Verlauf zur Auszahlung einer versicherten Leistung kommt, kann der Verletzte das Geld selbstverständlich auch zum Ausgleich seiner Kosten verwenden.
Quelle: aragvid-arag 07/12


Fragen zum Sportversicherungsvertrag und zu den Zusatzversicherungen beantwortet Ihnen das zuständige Versicherungsbüro (Otto-Fleck-Schneise 4, 60528 Frankfurt) des lsb h jederzeit gerne.

Herr Pirmann, E-mail: Horst.Pirmann@arag.de, Telefon: 069/6789-252
Frau Schülzgen, E-mail: Ursula.Schuelzgen@arag.de, Telefon: 069/6789-315

 
 
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